FAQ

Die unten abgebildeten FAQ sind lediglich eine kleine Auswahl der am häufigsten gestellten Fragen (FAQ). Sämtliche FAQ stehen Ihnen entweder im kostenlosen E-Learning Modul der HFZ (zusammen mit einem Lernvideo und einem Quiz zum neuen Tarifvertrag Zahntechnik UV/MV/IV 2017) oder als Zip-Ordner zum herunterladen zur Verfügung.

Q: Was gilt für die Vergütung von Sonderanfertigungen, die als teilweise in der Schweiz gefertigt gelten?

A: Die Vergütung gestaltet sich wie folgt (vgl. Ziffer 11 Absatz 2 Tarifvertrag): a) In der Schweiz ausgeführte Produktionsschritte: Abgeltung gemäss Tarif 2017 b) Im Ausland ausgeführte Produktionsschritte: Ersatz der Gestehungskosten (vom ausländischen Betrieb in Rechnung gestellte Summe inkl. Transport und MWST). Merke: Die Höhe der Rechnung hat dem Preisniveau des Produktionslandes zu entsprechen. Bedingung jeglicher Vergütung bildet zusätzlich der Nachweis der korrekten Einfuhr in die Schweiz (Veranlagungsverfügung der Zollverwaltung für MWST oder Unterstellungserklärung des Lieferanten).

Q: Was hat sich an der Nomenklatur gegenüber dem Tarif 2009 geändert?

A: Die Nomenklatur im Tarif 2017 wurde punktuell ergänzt und Schreib- bzw. Übersetzungsfehler korrigiert. Neu ist einzig das Tarifkapitel 2000. Es handelt sich um die notwendigen Cluster-Positionen zur Tarifierung von Auslandarbeiten.

Q: Was bedeutet GLN?

A: GLN bedeutet «Global Location Number». Jedem Labor (inkl. Praxislabor) wird bei Aufnahme in die Positivliste eine solche zugeteilt. Jede Nummer wird nur einmal vergeben und erlaubt die eindeutige Identifizierung eines Labors. Die Nummer muss auf dem ELNF und dem Lieferschein zwingend vermerkt werden. Dementsprechend sollte sie durch Ihren Softwarelieferanten beim Update standardmässig eingepflegt sein.

Q: Für welche Fälle gilt der neue Tarif 2017 samt elektronischer Abrechnung nicht?

A: Erste Problematik KVG: Bei Krankenversicherungsfällen (subsidiäre Unfalldeckung nach KVG) wird von vielen Krankenkassen nach wie vor der Tarif 1994 angewendet. Zweite Problematik EL/Sozialhilfe/Asylbereich: Die Tarifierung ist nicht einheitlich geregelt. In einigen Gemeinden wird im Rahmen der Sozialhilfe (inkl. Asylwesen) trotz anderslautender Empfehlung der Vereinigung der Kantonszahnärzte VKZS nach wie vor auf den alten Tarif 1994 abgestellt.

Q: Muss ich auf der Positivliste stehen?

A: Jedes Labor, das die Voraussetzungen personeller und infrastruktureller Art erfüllt, ist frei sich als Mitglied von Swiss Dental Laboratories (oder der SSO für Praxen mit Praxislabor) oder als Einzelkontrahent auf der Positivliste aufführen zu lassen. Verzichtet ein Labor auf die Aufnahme so kann es nicht (mehr) zu Lasten der Versicherer UVG/IV/MV abrechnen. Es handelt sich also um einen unternehmerischen Entscheid, den jedes Labor frei fällen kann.

Q: Was muss ich bei einer Kontrolle der Qualitätskommission (QK) für Dokumente einreichen?

A: Die einzureichenden Unterlagen werden Ihnen vom Sekretariat QK Zahntechniktarif bekannt gegeben. Es sind dies für die jeweils bezeichneten Arbeiten in der Regel: - Branchenübliche, detaillierte Lieferscheine inkl. Konformitätserklärung (KFE) - Rechnungen für sämtliche Fremdarbeiten (In- und Ausland) - Tabellarische Zusammenfassung

Q: Was ist ein ELNF?

A: Die Abkürzung steht für Elektronisches-Leistungs-Nachweis-Formular. Die Verwendung des Formulars und die elektronische Abrechnung sind ab 1.1.2018 zwingend. Das Formular ist (zwingend im Format XML) zusammen mit dem branchenüblichen, detaillierten Lieferschein samt Konformitätserklärung (Format PDF) an die Praxis zu übermitteln. Bei Auslandarbeiten sind zwingend zusätzliche Unterlagen (Format PDF) einzureichen. Detaillierte Angaben zur elektronischen Abrechnung samt Beispielen zum ELNF und zu den weiteren für die Abrechnung notwendigen Unterlagen finden sich in Anhang 6 des Tarifvertrages sowie in dessen Beilagen 1 bis 5.